7 Handlungsfelder des Corporate Learning

LEARNTEC 2017 – nicht ohne uns!

Heute wollen wir Ihnen die 7 wichtigsten Handlungsfelder des Corporte Learning näherbringen. Doch was ist Corporate Learning eigentlich? Der Begriff setzt sich aus den Begriffen „Corporate“, also Unternehmen und „Learning“, lernen zusammen. Wenn man über Corporate Learning spricht, ist also die Gesamtheit aller Methoden der Weiterbildung im betrieblichen Umfeld gemeint.
Mögliche Einsatzbereiche in denen Corporate Learning Anwendung findet werden nachfolgend durch die 7 verschiedenen Handlungsfelder verdeutlicht!

 

  1. Kollaboration

Durch die permanente Nutzung der sozialen Medien und die allgegenwärtige Vernetzung, ist es wichtig das erlangte Wissen aus den verschiedenen Quellen sinnvoll zu filtern, zusammenzuführen und mit anderen zu teilen. Jetzt kommt es auf den richtigen Wissensaustausch und Kollaboration an, denn das fördert den Wert eines Unternehmens sowie die kollektive Expertise aller Mitarbeiter und Partner.

 

  1. Change

„Wer zum Teufel will den Schauspieler sprechen hören?“ (Harry Warner von Warner Brothers 1927 über den Tonfilm)

Veränderungen hat es schon immer gegeben. Daher brauchen Unternehmen ein Instrument zur Gestaltung und Lenkung einer lernenden Organisation, die kleine und größere Veränderungen ohne Probleme umsetzen kann. Doch nicht immer werden Veränderungen mit Freude empfangen. Studien zeigen, dass etwa 16% der Mitarbeiter Veränderungen begeistert aufnehmen, der Rest möchte damit lieber nichts zu tun haben. Damit trotz dieser Ängste Veränderungsprozesse erfolgreich umgesetzt werden können, muss eine Verbindung von Change Management und organisatorischem Lernen geschaffen werden. Ziel ist es Lernen, Veränderungen und Wissensmanagement zu einem Teil der Unternehmenskultur werden zu lassen.

 

  1. Innovation

Um innovativ zu sein, bedarf es einer Idee, die zu einer neuartigen, fortschrittlichen Lösung wird. Ein innovatives Unternehmen ist ein lebendiges und lernendes soziales System. Um ihre Umwelt wahrzunehmen, zu interpretieren, zu prognostizieren und sich zu vernetzen, braucht es vielfältige sensorische Elemente und Instrumente. Nur dann wird es gelingen, die komplexe Umwelt (einigermaßen) zu verstehen und effektiv darauf zu reagieren. Denn lernen und Wissensmanagement ist die Grundlage jeder Innovation.

 

  1. Digitalisierung

Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt von intelligenten, digitalen Maschinen. Ob Computer, Smartphone oder Tablet – fast jeder kam bisher mit einem digitalen Gerät in Kontakt. Im Jahr 2025 werden vermutlich 8 Milliarden Menschen online sein. Bereits heute sind geschätzte sechs Milliarden Mobiltelefone im Einsatz, dazu rund zwei Milliarden Internetnutzer, die 789 Laptops und 743 Millionen Desktop-PCs nutzen. Plötzlich sind sie alle vernetzt. Die Digitalisierung ist ein starker Innovationstreiber und auf dem Vormarsch.

Getrieben durch die digitale Revolution müssen auch Unternehmen umdenken, umstrukturieren und neue Lernstrategien aufbauen. Zwischen neuen Technologien, moderner Personalentwicklung und dynamischen Organisationsformen sind neue Konzepte und Plattformen notwendig, um Wissen und Arbeit miteinander zu verknüpfen und nachhaltig miteinander zu verankern. Mit einer digitalen Lernwelt kann das gelingen, denn die Mitarbeiter sind in ihrem persönlichen Informationsraum und gleichzeitig im Arbeitsnetzwerk eingebunden.

 

  1. Kommunikation

Der Wunsch sein Wissen mit anderen zu teilen bestand schon immer, so hat sich im Laufe der Zeit aus Gestik und Mimik die Sprache entwickelt. Sich zu verbinden und mitzuteilen sind die wichtigsten Formen sozialer Interaktion. Der Austausch untereinander und das Lernen voneinander ist für einen nachhaltigen Lernprozess eine der wichtigsten Komponenten. Gerade in einer modernen Welt mit digitalen Lehr- und Lernangeboten darf die persönliche Kommunikation nicht vernachlässigt werden.

 

  1. Lernen und Wissen

„Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Jeder Mensch lernt. Jeden Tag. Fähigkeiten und Verhaltensweisen werden erlernt, Wissenswertes gespeichert. Gerade in der Arbeitswelt wird das lebenslange, kontinuierliche Lernen immer wichtiger. Für die Mitarbeiter ebenso wie für die Unternehmen. Wissen wird zum Marktwert und ist somit ein treibender Wettbewerbsfaktor. Der digitale Wandel fordert ein entsprechendes Know-How, das bei den Mitarbeitern neu aufgebaut werden muss. Nur dann bleibt das Unternehmen wettbewerbsfähig. Doch der Lernprozess ist ebenso individuell wie jedes Unternehmen und jeder einzelne Mitarbeiter. Der Mensch hat unterschiedliche Präferenzen etwas zu lernen, sowie unterschiedliche Vorkenntnisse – so lernt jeder anders. An diesem Punkt greift Corporate Learning – mit individuellen Lernkonzepten und modernen Lernwegen um neues Wissen im Unternehmen aufzubauen und dauerhaft zu etablieren.

 

  1. Führung

Gute Führung gestaltet und verändert das Unternehmen. Durch sie werden neue Möglichkeiten entdeckt und Chancen realisiert. Ein Unternehmen gut zu leiten bedeutet allerdings nicht nur das Vorhandene zu verwalten. Die Herausforderung besteht heutzutage darin, den Spagat zwischen emphatischem Führen der Mitarbeiter und dem Durchsetzen von Konzerninteressen zu meistern.

„Die ideale Führungskraft braucht: Die Würde eines Erzbischofs, die Selbstlosigkeit eines Missionars, die Beharrlichkeit eines Steuerbeamten, die Erfahrung eines Wirtschaftsprüfers, den Takt eines Botschafters, die Genialität eines Nobelpreisträgers, den Optimismus eines Schiffbrüchigen, die Findigkeit eines Rechtsanwalts, die Gesundheit eines Olympiakämpfers, die Geduld eines Kindermädchens, das Lächeln eines Filmstar und das dicke Fell eines Nilpferds.“, so wird der Hamburger Politiker Ingo Kleist häufig zitiert. Gar nicht so einfach und genau deswegen ist ein neues Verständnis von Führung notwendig.

2018-04-17T13:42:24+00:00 20. Februar 2017|Allgemein, Materna TMT|